Das Wavin Acaro PP-Rohrsystem bietet die ideale Lösung für eine Lebensdauer von über 100 Jahren in bis zu 6 Metern Einbautiefe. Mit hochmodularem Polypropylen als Material setzt es neue Maßstäbe in Sachen Langlebigkeit, Stabilität und Widerstandsfähigkeit.
PP-HM bietet eine höhere Widerstandskraft gegen Verformung durch seinen hohen Elastizitätsmodul (E-Modul).
Bis zu -20°C bleibt das Material extrem widerstandsfähig und kann auch in kalten Umgebungen ohne Rissbildung verlegt werden.
Dank der MPA Darmstadt zertifiziert. Die Rohre halten auch extremen Belastungen bei Kälte stand.
Geeignet für den Einsatz in besonders belasteten Bereichen, ohne Abnutzung zu zeigen.
Neueste Studien bestätigen eine Lebensdauer bis zu 100 Jahren für Kunststoffrohre, siehe auch folgende ► Teppfa Studie
PP-HM ist hervorragend beständig, was die Lebensdauer und Zuverlässigkeit des Rohrsystems deutlich erhöht.
Das Wavin Acaro PP bietet exakt das Material mit den besten Eigenschaften für einen 100-jährigen Einsatz in bis zu 6 Metern Einbautiefe: sortenreines hochmodulares Polypropylen. Viele Studien beschäftigen sich mit den unterschiedlichen Rohrwerkstoffen und inwieweit praxisrelevante Eigenschaften zum Beispiel durch den Einsatz eines Füllstoffes beeinflusst werden. Eine einschlägige Studie des Dr. Dipl.-Ing. (FH) Wolfgang Fischer aus dem Jahr 2013 vergleicht anhand drei verschiedener Rohrtypen diese Eigenschaften:
Rohr 1 ist ein einschichtiges Vollwandrohr aus ungefülltem Polypropylen nach der DIN EN 1852-1, Rohr 2 ein einschichtiges mit ca. 40% Kreide gefülltes Vollwandrohr aus Polypropylen nach der DIN EN 14758-1 und das dritte Rohr mit dreischichtigem Wandaufbau (Innenschicht ungefülltes Polypropylen; Außen- und Mittelschicht mit jeweils 20% bzw. 40% Füllstoffanteil) gemäß allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung.
Die drei Rohre wurden in einer Reihe von Tests in Bezug auf die Robustheit beim Handling auf der Baustelle und der Widerstandsfähigkeit im erdverlegten Zustand untersucht. Es wurde u.a. die Schlagfestigkeit, die dynamische Belastbarkeit und die Schweißbarkeit der genannten Rohre ermittelt. Als Fazit lässt sich festhalten, dass das Rohr aus ungefülltem Polypropylen im Falltest bei niedrigen Temperaturen deutlich höhere Schlagenergien ohne Bruch überstehen kann als die Rohre 2 und 3. Auch im Vergleich beim Kerbschlagbiegeversuch nach Charpy erzielte Rohr 1 die besten Ergebnisse und hat im direkten Vergleich eine 12- bzw. 6-mal höhere Kerbschlagzähigkeit. Durch diesen Versuch wird eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen Bruch nachgewiesen.
Um Belastungen im erdverlegten Zustand zu simulieren, werden sogenannte Zugschwellenversuche durchgeführt. Auch hier liegt das Rohr 1 mit einer Million Lastwechsel ohne Bruch deutlich über dem Niveau der Rohre 2 und 3, die zwischen 562 und 6285 Lastwechseln brachen. Hierbei zeigt sich die herabgesetzte Zähigkeit der beiden Rohre, die durch die eingesetzten Füllstoffe zustande kommt.
Durch die Verformungsfähigkeit mit oberflächlicher Kerbe wurde nachgewiesen, dass die Drei-Schicht-Konstruktion des Rohres 3 nicht mit den vollwandigen Ausführungen mithalten kann (30% Verformung bei Rohr 1 und 2 ohne Aufreißen der Kerbe möglich, Bruch des Rohres 3 bei unter 30% Verformung). Bei dem Drei-Schicht-Rohr hat sich zusätzlich gezeigt, dass die Herstellung von Verbindungen mit den üblichen DVS-Schweißrichtlinien nicht zu empfehlen ist, da die Festigkeit im Bereich einer durch Heizelement-Stumpfschweißen hergestellten Naht um mehr als die Hälfte reduziert wird.
(Quelle: KA Korrespondenz Abwasser, Abfall 2013 (60) Nr.9, S.765-772; Fischer, Wolfgang; Abwasserrohre im Vergleich)

Das Elastizitätsmodul (E-Modul) ist eine grundlegende Materialeigenschaft, die etwas über die Steifigkeit des Kunststoffes aussagt.
Er beschreibt das Verhältnis von Spannung (Kraft pro Flächeneinheit) zu Dehnung (relative Längenänderung) in einem Material innerhalb des elastischen Verformungsbereichs.
Wenn man den E-Modul eines Rohres betrachtet, sagt er aus, wie stark das Rohr einem Verformen widersteht, wenn es einer axialen Belastung oder einer Biegung ausgesetzt wird. Ein höherer E-Modul bedeutet, dass das Material steifer ist und weniger verformt wird, wenn es einer bestimmten Belastung ausgesetzt wird.
Acaro PP ist durch die MPA Darmstadt in Anlehnung an die DIN EN ISO 11173 bis zu -20°C geprüft. Die Schlagbeanspruchung bei Rohren bezieht sich auf die Fähigkeit des Materials, plötzliche, stoßartige Belastungen ohne Rissbildung oder Bruch zu widerstehen. Rohre, die schlagzäh bis minus 20°C sind, behalten diese Fähigkeit auch bei tiefen Temperaturen, wodurch sie in kalten Umgebungen oder bei Frost zuverlässig bleiben und verlegt werden können. Der Vorteil ist, dass solche Rohre auch in extremen Kältebedingungen bruchsicher und langlebig sind, was ihre Einsatzmöglichkeiten erweitert.
Der H50-Wert im Zuge der Bewertung zur Schlagbeanspruchung von Materialien beschreibt die Energie, bei der 50% der getesteten Proben brechen. Dieser Wert wird häufig in der Werkstoffprüfung verwendet, um die Zähigkeit eines Materials unter Stoßbelastung zu charakterisieren. Ein höherer H50-Wert bedeutet, dass das Material eine höhere Energie absorbieren kann, bevor es bricht, was auf eine bessere Schlagzähigkeit hinweist.

Kunststoffrohre bieten gegenüber Betonrohren mehrere Vorteile. Sie sind deutlich leichter, was den Transport und die Installation erleichtert und die Baukosten und den Aufwand senkt. Zudem sind Kunststoffrohre flexibel und widerstandsfähig gegen Korrosion und Chemikalien, was ihre Lebensdauer verlängert. Neueste Studien von Teppfa belegen eine 100-jährige Lebensdauer von Kunststoffrohren. Durch die glatte Innenfläche reduzieren sie den Reibungswiderstand, was für eine bessere Hydraulik sorgt. Auch die Verlegung in schwierigen Geländen ist einfacher, da Kunststoffrohre sich besser an Bodenbewegungen anpassen. Schließlich sind sie umweltfreundlicher, da sie recyclebar sind und ihre Herstellung weniger Energie verbraucht als die von Betonrohren.